Walter Angst, 48, lebt seit 30 Jahren in Zürich. Nach der Ausbildung zum Reallehrer hat er als Journalist bei der Wochenzeitung „vorwärts“ gearbeitet. Seit 2005 ist er für den Mieterinnen- und Mieterverband Zürich tätig, seit Sommer 2009 leitet er die Kommunikation des MV Zürich.
Seit 2002 vertritt Walter Angst die Alternative Liste im Gemeinderat. Als Mitglied der Finanzkommission (2002-2006 und 2008 bis 2010), der Stadtentwicklungskommission (2006 bis 2008) und der Rechnungsprüfungskommission (2006 bis 2010) hat er sich intensiv mit der Stadtentwicklung, dem Wohnungsbau, der Personalpolitik, den Finanzen und den Gemeindebetrieben beschäftigt.
Walter Angst hat von 1997 bis 2005 mit dem Zürcher 1.-Mai-Komitee und den Gewerkschaften die 1.-Mai-Anlässe organisiert und ist seit 10 Jahren in der Menschenrechtsgruppe „augenauf“ aktiv. Er hat einen Sohn (19) und eine Tochter (16), ist geschieden und wohnt mit seiner Partnerin in einer privaten Mietwohnung in Aussersihl.
Andere über Angst
Eigentlich ein ziemlich konservativer Politiker, der sich traditionellen Themen widmet wie Wohnungsbau oder Krankenkassenprämien. Da macht er mit den Bürgerlichen Kompromisse, die wir von der SP niemals machen würden.
Koni Loepfe, Weltwoche, 25.4.2002
Er ging bereits im Alter von 17 Jahren auf die Strasse - es war eine Schüler-Demo -, und heute kann er auf eine bald 30-jährige Demo-Erfahrung zurückblicken. Ein Sympathieträger ist er als Demonstrant allerdings nicht, er wirkt aufsässig und ziemlich ungehobelt. Auch im Rat kämpft er, in der Finanzkommission oft alleine, etwa, wenn es um den sozialen Wohnungsbau geht - eine Rolle, die ihm nach Beobachtung von Kommissionsmitgliedern nicht unangenehm ist. Sein Engagement hat ihm Respekt eingetragen: Er übertreibt zwar manchmal und ist eine Spur zu scharf, oft ist er aber der Einzige, der die richtigen kritischen Fragen stellt. Ohne ihn würde das Parlament manche Geschäfte verschlafen, sagt Christoph Hug (Grüne).
Jeanine Hosp, TA, 12.1.2006
Wirkliche Opposition kam häufig nur von den drei AL-Leuten. Bei Walter Angst erschöpfte sie sich allzu oft in einem demonstrativen Gelächter, das die rechte Ratsseite provozieren sollte, das aber letztlich eine Unflätigkeit gegenüber dem Parlament als Institution war.
Daniel Suter, TA, 10.1.2006
Walter Angst … kann man nun wahrlich fehlendes kommunales Wissen nicht vorwerfen und es gibt Leute wie mich, die sich ihn bei einiger politischer Differenz ganz gut als Stadtrat vorstellen können.
Koni Loepfe PS, 10.9.2009








